Immobilienfonds

Immobilien-Aktiengesellschaften

Eine Immobilien-AG, oft auch schlicht Immobiliengesellschaft oder Immobilienunternehmen genannt, ist ein Unternehmen, dessen Geschäftsbereich die Finanzierung, die Vermietung, die Entwicklung und die Realisierung oder Vermarktung von Immobilien ist. Auch die jetzt in Deutschland zugelassenen REITs gehören zu den Immobilienaktiengesellschaften, sind aber aufgrund der unterschiedlichen steuerlichen Behandlung eine Spezialform.

Die Anlage in Immobiliengesellschaften gehört zur indirekten Immobilienanlage. Immobilien-Aktiengesellschaften sind in der Regel börsennotierte Gesellschaften, deren Aktien der Anleger an der Börse erwerben kann. Das heißt, die Geldanlage in börsennotierte Immobilie-Aktiengesellschaften ist bereits mit sehr kleinen Anlagesummen möglich. Der Kurs von Immobilien-Aktien bildet sich an der Börse durch Angebot und Nachfrage. Erträge aus Immobilien-Aktien, wie Dividenen und Kursgewinne werden steuerlich wie die Erträge aus normalen Aktien behandelt.

Die herkömmlichen Immobilien-Aktiengesellschaften spielten in der breiten Öffentlichkeit bisher keine allzu wichtige Rolle, wenn man nach der Präsenz dieser Anlageform in den einschlägigen Anlegermagazinen urteilt. Dies mag daran liegen, das explosive Kurssprünge wie z. B. bei den “New Economy” Unternehmen bei Immobilienaktien eher nicht zu erwarten sind. Doch man kann mit Immobilienaktien durchaus gute Gewinne erzielen. Außerdem gelten Immobilien-Aktien gerade in schlechten Zeiten an der Börse als substanz-hinterlegte Aktien, die dem Anleger eine gute Absicherung bieten.

Immobilien-Aktiengesellschaften haben im Vergleich zu den großen deutschen Aktiengesellschaften in der Regel eine geringe Marktkapitalisierung und befinden sich zum größten Teil in Streubesitz. Das Marktsegment der Immobilien-AGs besteht in Deutschland aus knapp 60 Unternehmen, die im Börsenindex DIMAX notieren. Zu den bekannteren Immobilien-Aktiengesellschaften in Deutschland gehören die WCM, die IVG und die Bayerische Immobilien-AG, die die Schwergewichte im DIMAX bilden.